Die sagenhafte Geschichte des Königs Seawulfmid verfasst von seinem Kämmerer madraí

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Sidd
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Die sagenhafte Geschichte des Königs Seawulfmid verfasst von seinem Kämmerer madraí

Beitrag von Sidd » 4. Okt 2019, 16:42

Es ist gar nicht so lange her als der Kaufmann madraí unterstützt von den Elfen auf den hölzernen Thron gesetzt wurde als Herrscher über die dichten Wälder Lóngfórds. Schnell verbreiteten seine Mannen das gälische Einflussgebiet und vereinigten schließlich auch die unüberwindlichen Bergketten Áilleáchts, in denen mächtige Zwerge leben, und die weite Ebene Fiánnás mit ihren kampfstarken Orks unter der Herrschaft des Recken madraí.
Bereits nach wenigen Nächten stießen Späher auf eine Siedlung des Edelmannes Seawulfmid. Sogleich herrschte eine Atmosphäre der Großherzigkeit und so waren sich beide Seiten einig, friedlich und ehrenhaft miteinander umgehen zu wollen. Und so durften die Frauen und Kinder in den Städten des grünen Landes ruhig schlafen, geschützt von der Weisheit dieser beiden Oberhäupter.
In den Städten erblühte sodann die Kultur, die Wissenschaft und die Wirtschaft und machten Tír na nÓg zu einer Stätte des Friedens und Glücks. Zugleich ermöglichte die Forschung in den Schulen und Akademien Wissen über diese Welt - Mytherra - zu sammeln. Und hier waren es stets zwei Geschichten, die sich schnell im ganzen Land verbreiteten: Die unerbittlichen Kriege RdKs auf der einen Seite und das rasante und friedfertige Gedeihen des Königreiches MID geführt von Seawulfmid. Und so vergingen die Tage mit dem Ausbau der Städte, schnell waren die wirtschaftlichen Möglichkeiten und wissenschaftlichen Erkenntnisse ohne Gleichen auf Mytherra, doch zugleich blickte madraí jeden Tag aufs Neue nach Falken mit Kunde von MID, in der großen Hoffnung auf einen Platz an der Tafel Seawulfmids. Doch dieser kam nicht. Tag um Tag und so blieben die größten Städte Mytherras ohne Anschluss an eines der Königreiche.
Schließlich trafen sich die beiden Lords zufällig auf einer Erkundungsrunde und vereinbarten, dass madraí als Kämmerer - Herr über die Lager, Speicher und Schatzkammern - am Hofrat MIDs teilhaben dürfe.
Fortan kümmerte und kämmerte sich madraí nicht nur um seine Wirtschaft sondern verteilte Güter an alle Fürsten MIDs und dank der klugen Regierungsführung des Königs konnten weitere Fürsten mit der Gabe von Statthaltersiedlungen friedlich und freiwillig an MID gebunden werden.
So hätte es weitergehen können, doch es entspann ein Konflikt um den Fürsten Tobinit von MID, den RdK gewaltsam in sein Königreich integrierte. Der weise König Seawulfmid konnte nicht anders, als seine Fürsten zu den Waffen zu rufen. Und nach einiger Überzeugungsarbeit griffen auch die Truppen des grünes Landes in den Krieg ein. Ein Krieg, der zum allergrößten Teil ehrbar geführt wurde und ja auch heldenhaft auf Seiten RdKs - viele Monde hielten sie die Stellung und konnten in Unterzahl doch immer wieder wichtige Siege erringen. Schlussendlich waren es die fortschrittlichen Kriegskünste MIDs, die unermüdlichen Kraftanstrengungen der ruhmreichen Fürsten Jaob, burningkyo, Mordenkayn und Raven, die eine Stadt RdKs nach der anderen zum Fallen brachte. In der Stunde der größten Schlacht fiel Sonofsven seinem König Artus in den Rücken und schloss sich freiwillig MID an - nicht jedoch, um in Frieden leben zu können, sondern um das Reich von innen vergiften zu können. Dazu kam es jedoch nicht mehr, König Artus zog sich in eine einfache Birkenholzsiedlung am Rande des Welt zurück und gestand seine Niederlage ein.
Seawulfmid jedoch wurde von seinen Lords und Ladies, von allen Frauen und Kindern, den Alten und Schwachen - von ganz Mytherra - gepriesen und verehrt:
Als tugendhaften Künder der Gerechtigkeit.
Als leuchtende Fackel des Wissens.
Als bescheidener Bewahrer der Ordnung.
Und vor allem anderen: Als bewundernswerte Kraft des Friedens und Miteinanders.
Wir verneigen uns vor den ruhmreichen Taten des uneingeschränkten Herrschers über Mytherra!

Doch was wurde aus seinem Kämmerer? Auf den Marktplätze der einst so friedlichen Handelszentren Lóngfórd, Áilleácht und Fiánná wurden die Rufe immer lauter, man hätte den Pfad des Friedens niemals verlassen dürfen - und man, das war der Kämmerer des Königreiches madraí.
Handel und Wissenschaft waren die Säulen auf denen Tír na nÓg errichtet wurde und nicht Kriegskunst und so beschlossen einige Kaufleute, Bauern und Handwerker madraí den Rücken zu kehren, die Städte aufzugeben und auf die Suche nach einer neuen, einer besseren, einer friedlicheren Welt zu gehen.
Und dort wird nicht mehr einem einzelnen Herren das ganze Land und alle Entscheidungsgewalt anvertraut werden. Als Rat der Gleichen werden die Männer und Frauen diese neue Welt, dieses Newgrange, gemeinschaftlich verwalten - als Großrat wird man die neue Welt besiedeln.

Die Schiffe haben bereits in See gestochen und so die Wahrsager die Götter richtig verstanden haben, wird bereits morgen ein neues Land entdeckt werden. Ein neues Mytherra - das auch auf dich wartet, denn noch ist ausreichend Platz, das auf Besiedelung wartet. Oder wird auch hier sogleich der Krieg alle hehren Ziele und Träume beenden?

["simoff"-Nachtrag: Dieser Bericht stellt (will und kann niemals) eine neutrale Berichterstattung sein. Überhaupt würde ich mir für die neue Runde ein wenig mehr Rollenspiel wünschen. Ganz einfach eine innere Distanz zur eigenen Spielfigur. Ich trete in jeder Runde mit einem neuen Namen an, weil ich gerade nicht möchte, immer die gleichen Kriege zu führen, nachtragend zu sein. Und ich möchte immer mal neue Rollen spielen, mal war ich der König, mal Untertan, mal an der ersten Linie usw. usf.
Das schöne an Mytherra ist ja gerade, dass man nicht einfach erobert, besiegt, vernichtet und ausgenutzt werden kann, sondern auch nach der Eroberung durch ein Königreich normal - ja Dank Bank sogar noch besser - weiterspielen kann. Leider reagieren immer wieder Menschen mit dem Verlassen des Spieles, wenn sie eingemeindet werden. Das ist so schade, denn so entzieht man sich selbst dem allergrößten Spaß am Spiel - dem zusammen planen, taktieren und Erfolge teilen. Das Spiel bietet alles, um dies erleben zu können, man muss es einfach nur zulassen und nicht nur stur seinen eigenen Ego-Stiefel runterzuspielen.
Auch Konflikte im Spiel sollten so eher auf Rollen beschränkt werden und nicht persönlich genommen werden. Wenn wir das schaffen, dann kann Mytherra unsere zweite Heimat werden, unser Zufluchtsort, unser Newgrange.]

Artus
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Re: Die sagenhafte Geschichte des Königs Seawulfmid verfasst von seinem Kämmerer madraí

Beitrag von Artus » 4. Okt 2019, 18:25

Werter madrai,
Euer Bericht hat mich sehr erfreut, obwohl er ein Ereigniss etwas verdreht. Das hatte ich ja schon früher zurecht gerückt!
Tobinit hat meine Einladung ins Reich der "Ritter der Kokusnüsse" angenommen und Eure ausgeschlagen, somit war da nichts Aggressives unsererseits. Aber das werden die Geschichtsschreiber bis ins Kleinste erforschen und für die Nachwelt festhalten.

Der Kampf wurde ehrenhaft geführt, und wir haben, trotz unserer gravierenden Unterzahl, es geschafft Euch standzuhalten.
Ich danke meinen Herzögen und Fürsten, die unserem Reich treu gedient haben und alles getan haben es zu verteidigen!

Ja, ich habe mich, wie Ihr sagtet, in eine Birkenholzhütte zurückgezogen, nachdem meine 3. Stadt eingenommen wurde, aber nicht um mich zurückzuziehen und Euren Sieg anzuerkennen, sondern von dort den Widerstand zu führen. Und wir waren und sind erfolgreich, unser Reich wird das Ende dieser Welt erleben, das der Prophet Corvus für den Mittag des morgigen Tages vorausgesagt hat.

Nachtrag:
Ich stimme dir voll zu, madrai!
Ereignisse aus diesem Spiel persönlich zu nehmen ist absolut unverständlich. Spiel ist Spiel und dient dem Spaß!
Mytherra ist gerade darin, dass eine Eroberung nicht das Ende bedeutet, etwas Besonderes. Da hat Corvus etwas Großartiges geschaffen. Danke, Corvus!!

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